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Portrait eines Mädchens


G
emälde sind durch ihre offene Malschicht besonders empfindlich und äußeren Einflüssen noch mehr ausgesetzt.

Als folgendes haben wir einen aktuellen Fall dokumentiert. Das Gemälde zeigt ein Kind.
Die Malerei ist auf eine Leinwand aufgebracht. Die gesamte Malschicht ist bräunlich verfärbt.
Der auf der Malschicht aufgebrachte Firnisüberzug ist im Laufe der Zeit deutlich vergilbt.

Die halbseitige Firnisabnahme zeigt das sehr anschaulich. Was bei dem Gemälde jedoch
weit problematischer ist, sind die vielen Ablösungen der Malschicht.

Bei näherer Untersuchung zeigen sich auf mehr als 2/3 der gesamtenBildschicht winzige
kraterartige Erhebungen. Das sind Vorstufen zur Ablösung. Die Malschicht hat keine
ausreichende Verbindung zum Untergrund.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass dieses Gemälde sehr starken
Klimaschwankungen ausgesetzt war, möglicherweise über einem Kamin
hing.
Durch ein aufwendiges Verfahren muss hier die Malschicht wieder mit
dem Untergrund verbunden werden. Danach erst wird es möglich sein,
die entstandenen Fehlstellen zu restaurieren.

Löschwasserschaden


Bei diesem Gemälde auf Leinwand sind im Zusammenhang mit einem Brand, Löschwasser mit vielen unklaren Begleitstoffen über das Bild gelaufen. Die Flüssigkeit war so aggressiv, dass sich die Schutz- Firnisschicht anlöste

Nach der Firnisabnahme konnten die Schäden in der Malschicht
besser eingeschätzt werden. Die Oberfläche der Malschicht war
trotz Firnisüberzug angegriffen worden.
Durch aktivierende Maßnahmen konnte die Pigment/Harzmischung
wieder weitgehend in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden.

Die notwendigen Farbretuschen lagen unter 2% der Gesamtbildfläche.
Ein altersbeständiger Firnisüberzug schützt nun die Malschicht erneut.