Die Verwendung von Papier bei Kunstwerken ist unbegrenzt und
damit auch das Gebiet der Fachleute, die sich um die Erhaltung und Restaurierung der
Objekte auf dem Werkstoff Papier bemühen.
Ebenso vielfältig sind auch vorkommenden Schäden von denen sicherlich nur eine Auswahl genannte werden können: Schäden durch Flüssigkeiten, Säuren aus der Umwelt und aus den Aufbewahrungsmaterialien aber auch aus den Papieren selbst, Schäden durch Lichteinwirkung (UV), Brand- und Rußschäden, Insektenbefall, Schäden durch ungeeignete Aufbewahrung, mechanische Schände wie Risse und Fehlstellen uvm.
Wichtig für unsere Arbeit ist auch die Betrachtung, was geschieht mit dem Kunstwerk nach der Restaurierung. Wie soll es weiterhin aufbewahrt oder präsentiert werden.
Beispiel: Seide auf Japanpapier
Das Bild war ausgerollt, frei in einem Wohnraum aufgehängt.
Nach einem Brandschaden war die Oberfläche dick mit Rußpartikel überzogen. Die Besonderheit des Rollbildes lag darin, dass Teile der malerischen Darstellung nicht auf Papier, sondern auf Seide aufgebracht war.
Die Einsatzmöglichkeiten von Reinigungsverfahren sind für Seide und Papier vollkommen unterschiedlich.
Zu den ‘oberflächlichen’ Schäden wie Ruß, muss bei allen Papier und sonstigen Faserstoffen davon ausgegangen werden, das mit den Rauchgasen eine Unmenge an Säuren in die Fasern transportiert werden. Säuren die nicht sichtbar sind und erst nach langen Zeiträumen, Monate oder Jahre, sichtbare Veränderungen hervorrufen.

Die Schäden bei diesem Bild konnten weitgehend beseitigt werden.
Sicherlich ist hier zu diskutieren, ob man dieses Bild nicht in eine Glasvitrine einbaut um es möglichst lange zu erhalten.